Donnerstag, November 19, 2009

"Vater-Tochter-Dialog 35"

Im Zuge unserer familiären Versuche nachhaltiger zu leben hat sich folgender Dialog heute beim Abendessen ergeben:

Lilly: Darf ich Nutella?
Vater: Ja, hol sie dir bitte selber.
Lilly: (geht und aus der Küche ruft es) Die Nutella ist weg!
Vater: Ich habe heute neue gekauft, sie hat aber einen orangen Deckel und heißt Bio Cocoba...
Lilly: (mit skeptischen Blick) Das soll Nutella sein?
Vater: Ja, das ist eine neue, ganz besondere Nutella, da bekommen die Leute die die Kakaobohnen pflücken mehr Geld, so das sie und ihre Familien besser leben können.
Lilly: Das finde ich gut (und sie macht sich dran ihr Brötchen zu schmieren...)
Vater: (kurze Zeit später) Und? Wie schmeckt es?
Lilly: (nach langem schweigen) rauchig!
Vater: ???
Lilly: (energisch & laut) Die mag ich nicht. Ich WILL MEINE NUTELLA ZURÜCK!!!!
Vater: (etwas resignieret, aber verstädnisvoll) Im Schrank hab ich noch ein Glas Nutella...
Lilly: (spring auf, holt Nutella und streicht sich ihr Brötchen, danach genüssliche Stille)
Vater: Und nach was schmeckt die?
Lilly: (grinsend und schmatzend) nutellarich!!

Montag, November 16, 2009

„dranStudie 19plus: Ein kritischer Blick“

Keine Frage, die dranStudie 19plus hat unsere Erwartungen gesprengt und unsere Hypothesen widerlegt: Die Gemeinden werden von der jungen Generation viel positiver gesehen als vermutet. Das ist sehr erfreulich. Aber man darf sich auch nicht verführen lassen von den Zahlen, da die Interpretation natürlich von unterschiedlichen Blickwinkeln möglich ist. Deshalb möchte ich mal einen gemeindekritischen Blick wagen, nicht weil ich gegen Gemeinde bin (ganz und gar nicht), sondern um eine realistischen Blick auf das Ganze zu bekommen. Fangen wir mit einer zentralen Zahl an: 61,8% der jungen Erwachsenen sehen Gemeinde als ihre geistliche Heimat an. Das ist überraschend hoch, aber heißt im Umkehrschluss auch, dass 38,2% der jungen Erwachsenen ihre Gemeinde nicht als ihre geistliche Heimat sehen, oder jeder 3. Junge Erwachsene. Von der Stichprobe habe wir sicherlich mit 92,4 % mehrheitlich jE die momentan in eine Gemeinde gehen, heißt 7,6% der Befragten haben keine Gemeinde (in ganzen Zahlen waren das: 193 jE, von diesen lohnt sich sicherlich auch eine extra Auswertung). Diejenigen die in eine Gemeinde gehen, sehen diese aber durchaus kritisch. So sagt nur jeder zweite JE sagt, dass sie/er durch die Gemeinde Kraft für den Alltag bekommt (57,8% oder bei persönlichen Problemen Unterstützung von der Gemeinde erhält (51,1%). Dies sind schon sehr nachdenkliche Zahlen, die zeigen, dass jE zwar sehr engagiert sind, eine hohe Identifikation mit der Gemeinde haben, aber für ihre geistlichen Ziele nicht die gewünschte Unterstützung bekommen. Wenn man bspw. darauf schaut, was sich jE unter geistlicher Heimat verstehen, so kommt man auf die Top 3: „ich finde es wichtig, dass Christen sich sozial engagieren.“ 86,6%; „ich finde es wichtig, Christsein mehr über Taten als über Worte zu leben.“ 80,9%; „ich denke regelmäßig darüber nach, wie ich als Christ authentisch leben 78,9%. Aber gerade diese Dinge spielen in der Gemeinde keine zentrale Rolle. JE wollen aber gerne über diese Themen reden, sie diskutieren (89,4%) und wenn man sie fragt, was sie sich am meisten von der Gemeinde wünschen, so antworten sie mit „Mentoring“.
Sehr interessant ist auch die Einschätzung der Haupt- und Ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter in Gemeinden. Sie schätzen die Situation sehr viel negativer ein. Nur 10,5% glauben, dass sich jE in ihren Gemeinden wohlfühlen. Überhaupt haben jE in Gemeinden ihren Leitern zufolge das Gefühl, dass ihre Mitarbeit zwar willkommen ist, aber auf die Frage, ob die Meinung der jE in ihrer Gemeinde ausreichend in wichtigen Entscheidungsprozessen berücksichtigt wird, antworten nur 10,5% mit Ja. Warum sehen die leitenden Personen die jE im Bezug auf die Gemeinde so negativ? Und warum sagt die Mehrheit der jE, bei aller Kritik, dass sie sich mit ihrer Gemeinde identifiziert. Hier ist eine riesige Diskrepanz an der es gilt weiterzudenken...

Die Ergebnisse der dranStudie gibt es in einem dranSpezial im Januar 2010

Dienstag, November 10, 2009

"Die Ergebnisse der dranStudie 19plus: „Zukunftskompass“ für Gemeinden?"


Heute kamen die ersten Ergebnisse der dranStudie 19plus heraus, die wir als Institut empirica durchgeführt haben. Bei der deutschlandweit angelegten Studie gab es viele interessante und überraschende Ergebnisse. Ziel der Studie war es, die Situation von Jungen Erwachsenen im Kontext von Gemeinden zu untersuchen, um zu klären, wo Junge Erwachsene ihre geistliche Heimat verorten. Die Umfrage wurde in zwei Teilen durchgeführt. Im ersten Teil wurden Anfang 2009 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im zweiten Teil im Frühjahr 2009 19- bis 29-jährige Christen befragt. Es haben insgesamt 2.825 Personen aus den unterschiedlichsten zumeist protestantischen Kirchen und Gemeinden teilgenommen. Nach der ersten Einschätzung der rund 300 Jugendmitarbeiter, sei die Gemeinde für die Jungen Erwachsene keine geistliche Heimat mehr. Nur jeder sechste Befragte glaubte, dass sich Junge Erwachsene in der Gemeinde wohlfühlen. Doch die Umfrage unter den Jungen Erwachsenen zeichnet ein anderes Bild.
Denn junge Christen leben laut Studie gerne in der Gemeinde: 93,6 % der Befragten finden es wichtig mit anderen Christen ihren Glauben zu leben. Und 76,5 % geben an, nicht ohne Gemeindeanschluss ihren Glauben ausleben zu können. Diese Begeisterung gilt dabei nicht nur neuen Bewegungen und jungen Gemeindegründungen – laut Studie fühlen sich die Jungen Erwachsene auch in etablierten Kirchen und Freikirchen zu Hause. Und dort engagieren sie sich zudem überdurchschnittlich stark: Fast 80 % arbeiten in der Gemeinde mit.
Trotzdem blicken Junge Erwachsene auch kritisch auf Gemeinde und den dort gelebten Glauben. Gerade die missionarische Ausrichtung sehen die 19- bis 29-Jährigen kaum, obwohl sie sich diese wünschen. Sie wollen selbst ihren Glauben in Alltag authentisch leben, scheitern jedoch oft an ihren hohen Idealen. Hier vermissen Junge Erwachsene die Unterstützung und Begleitung aus der Gemeinde – beispielsweise in Form von Mentoring oder Zweierschaften. Dabei wollen die 19- bis 29-Jährigen nicht nur unter sich bleiben: Junge Erwachsene wünschen sich laut Studie ausdrücklich den Kontakt zu anderen Generationen.

Mehr gibt es in der aktuellen dran und ab Januar in einem dranSpezial


Ein Interview mit mir zur Umfrage

Montag, November 09, 2009

Zum deutsch-deutschen Festtag"


Zum heutigen Festtag meine Lieblingsseiten die sich auch wirklich lohnen, weil sie die Geschichte nachzeichnen:
ganz individuell & persönlich: Deine Geschichte
ganz offiziell & gründlich: Die friedliche Revolution
speziell zum heutigen Tag: alles zum Mauerfall

Geschichte begreift man erst im Rückspiegel des Lebens und manchmal dauert es sehr lange, was sind da schon 20 Jahre...

Sonntag, November 08, 2009

"Cool - durch Teilen mehr bekommen"


Ich arbeite jetzt seit über 20 Jahren mit Kindern im Kontext der Gemeinde und war oftmals unzufrieden mit dem Material, welches als Hilfe zur Verfügung gab. Jetzt muss man fairerweise sagen, dass sich viele Mitarbeiterhilfen in den letzten Jahren (vor allem didaktisch) sehr verbessert haben, wobei ich oftmals den Eindruck hatte, dass bestimmte Themen systematisch fehlten. Vor einiger Zeit ergab sich jetzt die Möglichkeit an einem Kindergottesdienstmaterial mitzuarbeiten, die genau diese Themen aufgreifen. So habe ich sehr gerne mitgemacht. Herausgekommen ist ein Klasse Materialheft, welches Themen wie "Multi-Kulti", "Teilen", Leben in Notsituationen" oder "Globale Verantwortung" aufnimmt. Durchgehend vierfarbig und mit einer Klasse DVD mit einer Fülle von Materialien wie Filme, Rätsel und Kopiervorlagen. Herausgebracht haben es Gerth Medien in Kooperation mit Compassion Deutschland. Danke.

Sonntag, November 01, 2009

"Studientag mit Shane Claiborne & Chris Haw"


Heute wahr unser theologischer Studientag mit Shane Claiborne & Chris Haw und vielen Anderen in der Nähe von Gießen. Über 600 Leute kamen um sich von den beiden Amerikanern motivieren zu lassen Christsein gesellschaftsrelevant zu leben.
Einen kleinen Bericht dazu gibt es hier.

Donnerstag, Oktober 29, 2009

„Warum wir uns mehr um die „Liebe“ streiten sollten“

Heute hatte ich eine „lustige“ Diskussion um das Thema „Warum wir uns über alles streiten, nur nicht um die Liebe“! Es ist schon komisch mit uns Christen. Wir können uns scheinbar um alles streiten, nur nicht um die Liebe. Wir streiten darum, welche Bibelauslegung die Richtige ist. Ob Sex vor der Ehe Sünde ist. Wie lange eine Anbetung wirklich dauern darf. Oder, ob Frauen tatsächlich predigen dürfen. Und dabei kann es schon richtig heftig zur Sache gehen, da werden so manche Verletzungen auf beiden Seiten billigend in Kauf genommen und nicht selten sprechen Christen kaum noch miteinander und manchmal spalten sich ganze Gemeinden. Beliebt ist das Streiten auch in der Öffentlichkeit, in Zeitschriften oder gar in Büchern. Und das Ganze nur wegen der Wahrheit. Was heißt hier „nur“, wie abwertend. Die Wahrheit ist schließlich das Fundament des Glaubens auf dem alles andere aufbaut, wie mir mein Gesprächspartner mitteilte. Wenn wir hier Kompromisse machen, dann werden wir unseren ganzen Glauben verlieren. Wie in einem Dominospiel, fällt der erste Stein, ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Ein plausibles Bild, mit nur einem kleinen Fehler: Es stimmt nicht. Die Wahrheit ist nicht das Fundament des Glaubens, ist nicht der Kern des Christseins. Die Frage nach der Wahrheit ist wichtig, ganz klar aber noch wichtiger ist die Liebe.

Sonntag, Oktober 25, 2009

„Exclusion and Embrace“


Ich lese gerade von Miroslav Volf das Buch „Exclusion and Embrace. A Theological Exploration of Identity, Otherness and Reconciliation“. Ein sehr interessantes Buch in dem es um das große Thema Versöhnung und Identität geht. Ich bin erst im ersten Drittel und bin schon ganz begeistert. Anhand des Bilder von der Ausgrenzung und der Umarmung geht Volf behutsam auf die Bedeutung einer Theologie der Versöhnung ein. Dabei beschreibt er zum einen die biblische Bedeutung dieses zentralen Themas und zum anderen die kulturelle Dimension für das Miteinander von uns Menschen. Dabei beschriebt er die „Ausgrenzung“ von Menschen (oder ganzen Völkern) auf vierfache Art und Weise bevor er auf die „Umarmung“ als Bild der Versöhnung zu sprechen kommt, die einem Prozess gleicht, der von der vorsichtigen Öffnung der eigenen Armen als Bereitschaft zur Versöhnung bis zur vorsichtigen und behutsamen Umarmung mit dem Anderen. Dazwischen liegen viele wichtige Schritte und Fragen (wie nach Gerechtigkeit etc.) und Volf beschreibt dies sowohl theoretisch tiefgehend (nicht ganz einfach zu lesen) als auch mit einigen Beispielen von Ausschwitzt bis zum Krieg in ExJugoslawien. Ich bin gespannt wie es weiter geht...

Die Unterscheidung von einer Kultur darf nie in eine einfache Flucht von dieser Kultur degenerieren. Vielmehr bedeutet es, als Fremdling und Pilger einen Lebensstil in einer Kultur und für eine Kultur zu leben. Im biblischen Sprachgebrauch ist das Reich Gott nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt und für diese Welt. Distanz muss Zugehörigkeit beinhalten, als auch Zugehörigkeit Distanz beinhaltet. (Volf 1997:43)

Dienstag, Oktober 20, 2009

"Kinderarmut und die Folgen"

Heute entscheidet das Bundesverfassungsgericht über den Regelsatz von Hartz 4 für Kinder und das Ergebnis kann eigentlich nur sein, dass der Satz erhöht wird und zwar um mindestens 25%. Ich muss zugeben, dass mir die ganze Debatte zuwider ist und ich nicht verstehen kann wie wir in Deutschland unser größtes Kapital so behandeln können. 1,67 Millionen Kinder unter 15 Jahren sind aktuell betroffen und müssen von
215 Euro für Kinder bis fünf Jahren und auf 251 Euro für Kinder von sechs bis 13 Jahren leben.
Das heißt beispielweise auf einen Monat gerechnet: 61 Cent bleiben täglich fürs Frühstück, 91 Cent für Schulbücher, Eintrittsgelder und Spielzeug, 300 Euro pro Jahr für Jacken, Pullover, T-Shirts, Hosen, Socken, Unterwäsche, Sandalen, Winterstiefel und Halbschuhe. Hier sind Frisör, Fahrrad, Geschenke etc. nicht mit eingerechnet. Was mich am meisten daran aufregt ist die Tatsache, dass diejenigen die darüber entscheiden und/oder öffentlich urteilen zur Oberschicht gehören und sehr gut für sich und die eigenen Kinder sorgen und zwar um ein vielfaches mehr! Wenn diese Leute selbst nach den Regelsätzen leben würden, dann...
Die Folgen werden wir in den nächsten Jahren zu spüren bekommen, da Ernährung, Sozialverhalten und Bildung für eine ganze „Hartz 4 Generation“ Auswirkungen haben wird. So beschreibt der Armutsbericht der Bundesregierung, dass "Bildungschancen in Deutschland stark an die soziale Herkunft der Menschen gekoppelt sind". Danach sind die Chancen eines Kindes mit hohem sozialen Status, eine Gymnasialempfehlung zu bekommen, rund 2,7 mal so hoch wie die eines Facharbeiterkindes. Die Chance, ein Studium aufzunehmen, ist sogar um das 7,4-fache höher als die eines Kindes aus einem Elternhaus mit niedrigem sozialen Status. Das Ergebnis ist offensichtlich: Die Verhärtung der Milieus und die daraus entstehenden Folgekosten sind um ein vielfaches höher.

Mehr zum Thema Armut

Freitag, Oktober 16, 2009

"Letzte Chance für den Studientag mit Claiborne/Haw"


Für unseren theologischen Studientag am 1. November gibt es am WE noch die letzten freien Plätze, da er mit 400 Anmeldungen schon fast voll ist. Also: Schnellentschlossene sind noch dabei!


Der Studientag ist mit über 500 Teilnehmerinnnen und Teilnehmern voll.

Wer aus dem Süden kommt, für den ist vielleicht der Abend mit Claiborne/Haw in Chrischona (Schweiz) eine Alternative.

Dienstag, Oktober 13, 2009

"Die Welt verändern"


Diese Tage kam der 2. Band unserer Transformationsstudien unseren Studienprogramms Gesellschaftstransformation heraus. Der Band nimmt in vier großen Feldern die Grundfragen einer Theologie der Transformation auf:
1. Transformation als Thema der Theologie
2. Intradisziplinarität als Denkrahmen
3. Transformation in der Kirchengeschichte
4. Praxis transformatorischer Theologie
Über 20 Autorinnen und Autoren aus Kirche und Freikirche haben auf ihrem Fachgebiet einen Beitrag für dieses spannende Buch über Veränderungsprozesse geschrieben.

Hier die einleitenden Worte aus dem Vorwort:
Die Welt verändern. Ein etwas großspuriger Titel, wenn davon ausgegangen wird, dass sich die Herausgeber oder Autorinnen und Autoren dies als persönliches Ziel ausgegeben haben. Aber dem ist nicht so. Sie sehen sich eher als Helfer und Helfershelfer in einem größeren Ensemble, welches seit Anbeginn der Zeit hier auf Erden spielt. Der Dirigent ist Gott selbst, der seine missio Dei mitten in all den Unruhen und Veränderungenprozzessen der Jahrhunderte spielt. Gott möchte die Welt verändern und tut dies auch. Nicht durch Gewalt und Macht, sondern durch das Wirken des Heiligen Geistes und die Ausbreitung des Reiches Gottes. Dieses Reich, welches durch Christus begonnen hat und sich seitdem durch die Gemeinschaft von Christen mitten in der Welt ausbreitet, ist das sichtbare Zeichen Gottes auf Erden. Es zeichnet sich durch die „bessere Gerechtigkeit“ aus, die Jesus seinen Nachfolgern gelehrt und vorgelebt hat, in dem er die Maßstäbe der damaligen Welt auf den „Kopf“ gestellt hat. Er kümmerte sich um die Armen und sozial Ausgegrenzten, legte sich mit den Theologen und Gelehrten an und mischte sich in die öffentlichen Diskussionen ein. Dabei war Jesus nicht der klassische „Revolutionär“, sondern hatte immer das „Heil“ von Land und Leute im Blick.

Samstag, Oktober 10, 2009

„Das Wunder von Leipzig“

9. Oktober 2009 - Werner Schulz from DieGrünen Leipzig on Vimeo.



Diese Tage feiern wir den 20. Jahrestag des Wunders von Leipzig. Historiker gehen davon aus, dass der 9. + 10. Oktober eine zentrale Bedeutung für das gesamte Wendegeschehen hatte. 20 Jahre und vielleicht begreife ich erst langsam was damals wirklich passiert ist, was ich in meinem jugendlichen Jahren einfach so hinnahm. Keine blutige Revolution, sondern der Beginn einer Transformation eines ganzen Staates, ganz ohne Gewalt, angefangen 1982 in der Nikolaikirche von Leipzig.

Einige Zeitreportagen zum Thema:
Leipzig feiert Herbst '89 mit Großkundgebung, ein aktueller Bericht.
Eine Rückschau

Ein christlicher Moralist: Über den Theologen Friedrich Schorlemmer, der eine entscheidende Rolle spielte.


Zum Sehen und Hören:
Eine beeindruckende Dokumentation dazu gab es im mdr.
Interview mit Christian Führer, dem ehemaligen Pfarrer der Nikolaikirche
Rede vom ehemaligen Bürgerrechtler Werner Schulz beim offiziellen Festakt zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Leipziger Gewandhaus

Mittwoch, Oktober 07, 2009

"boomwhacker gang - viva la vida"

Heimlich per Handy am gestrigen Studientag gefilmt und jetzt für die Öffentlichkeit zugängig gemacht! Die "boomwhacker gang" mit "viva la vida" im kultigen Wackelformat!


Freitag, Oktober 02, 2009

Tom Wright „Warum Christ sein Sinn macht“ (Rezension)

Tom Wright ist anglikanischer Bischof von Durham (England) und gehört derzeit zu den einflussreichsten Theologen weltweit. Er war Professor für Neues Testament in Oxford und Cambridge und seine Bücher befassen sich mit den Fragen wie Jesus und Paulus damals und heute zu verstehen sind. Neben seinen theologischen und wissenschaftlichen Büchern veröffentlicht Wright immer wieder Bücher für jedermann und jede Frau, so wie das jetzt auf deutsch vorliegende „Warum Christ sein Sinn macht“. Wright möchte mit dem Buch zwei Zielgruppen ansprechen: Zum einen Menschen die dem christlichen Glauben kritisch gegenüber stehen und zum anderen Menschen die schon auf dem Weg des Glaubens sind. Dabei wollte Wright keinen klassischen Glaubenskurs schreiben, sondern eher eine Einleitung in den christlichen Glauben. Dies merkt man schon im ersten Teil, denn Wright beginnt seine Einführung in den christlichen Glauben bezeichnenterweise bei den Menschen und ihren Sehnsüchten: Gerechtigkeit, Spiritualität, Beziehungen und Schönheit. Wright beschreibt diese als inneres Echo, welches die Menschen von Gott wahrnehmen. Im zweiten Teil beschreibt Wright die Hauptakteure des Dramas der Bibel, der größten Story der Menschheitsgeschichte: Gott, Israels, Jesus und der Heilige Geist. Auffällig ist dabei sicherlich, dass Wright einen Schwerpunkt auf die Geschichte Israels legt und von da aus Jesus und die ersten Christen interpretiert. So wird die große Geschichte Gottes mit den Menschen von der Schöpfung bis zur Neuschöpfung beschrieben. Der dritte Teil beschreibt dann die Hauptelemente des Christentums. Durchaus selbstkritisch beschreibt Wright die zentralen Wesensmerkmale der Christenheit: Gottesdienst, Anbetung, Gebet, Bibel und Kirche. Dabei fließen die Echos des ersten Teils und die Akteure des zweiten Teils mit ein, so dass ein interessantes Bild von Christsein im 21. Jahrhundert gemalt wird, das Mitten in dieser Welt ein Stück Ewigkeit beginnen lässt.
Das Buch kann als Einzelperson oder auch als Kleingruppe oder Hauskreis gelesen werden. Dazu gibt es im Anhang für jedes Kapitel eine kurze Einleitung und Fragen für das Gespräch. Allerdings muss man eine gute Portion Ausdauer mitbringen, da es auf 17 Abende konzipiert ist. Bei der Zielgruppe ist darauf zu achten, dass das Buch eher für Glaubende und Interessierte mit einer religiösen und intellektuellen Vorbildung geschrieben ist. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und kann es neben den genannten Zielgruppen allen empfehlen, die sich mit Wright auseinandersetzen wollen, es ist eine hervorragende und leicht verständliche Einführung in sein Gesamtwerk und zeigt die großen theologischen Linien seines bisherigen Werkes auf, zumal es diese bisher nicht auf deutsch gibt. Ein Buch, das Hoffnung macht und ermutigt den Glauben im Alltag zu leben. Kritisch anzumerken ist die Aufmachung des Buches, die nicht sehr einladend (besonders für Interessierte am Glauben) ist. Wenn man die englische Fassung mal in Händen hatte bekommt man schnell den Eindruck, dass es sich bei der deutschen Fassung um die Aschenputtelversion handelt. Erst beim Lesen entwickelt sich Stück für Stück die Schönheit des Buches und so kommt am Ende auch der deutsche Leser zum Happy End. Ein Reise die sich auf alle Fälle lohnt und die hoffentlich dazu beiträgt die Schönheit Gottes durch uns Menschen sichtbar zu machen.

Montag, September 28, 2009

„Freude & Teilen beim Abendmahl!?“


Am Wochenende hat mich das Abendmahl irgendwie „verfolgt“. Am Freitag hielt Prof Kritzinger von der Universität Südafrika einen hervorragenden Vortrag über „relevante Missiologie“ und kam dabei auch auf das Abendmahl zu sprechen:

„Das Abendmahl ist für ihn ein zentrales Bild, das ganz praktisch Menschen einlädt, sie versammelt an Gottes großen Tisch. Dort ist für sie bereit, was sie zum Leben brauchen. Brot und Wein, Sinnbild für Christus, der uns durch seine Auferstehung aus dem alten Muster des Todes in ein Leben der Erneuerung befreit. Wir teilen das Brot und den Wein mit allen, die zusammen gekommen sind, werden gestärkt und dann ausgesandt. Dieses Teilen bezieht sich auf alle Bereiche unseres Lebens. Es sind genügend Ressourcen auf der Erde vorhanden und es ist unsere Aufgabe, diese gerecht zu verteilen. Unser Auftrag umfasst geistliche und materielle, geistige und spirituelle Güter, die wir mit Menschen teilen.“


Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich erlebe oft wie das Abendmahl individualistisch, kontemplativ und auf weniges konzentriert eingenommen wird. Da ist sehr wenig von Freude, Teilen und Gemeinschaft die Rede.
Dann waren Prof Kritzinger und ich am Samstag auf „Marburgentdeckungstour“ und waren auch im Fürstensaal, in dem Luther und Zwingli (!) über Abendmahl gestritten haben und am Sonntag gab es im Christustreff Abendmahl (übrigens sehr schön…). So, jetzt hab ich einiges zum Nachdenken…

Montag, September 21, 2009

"ZeitGeist 2 ist da!"


Heute kam ZeitGeist 2 Postmoderne Heimatkunde aus der Druckerei und ich freue mich sehr darüber.

Hier ein paar Worte über den Inhalt aus der Einleitung:

"Wie sehen die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichem Wandel und dem gelebten Christsein aus? Was heißt das für Gemeinden? Diesen Fragen werden wir in vier Kapiteln nachgehen und wollen dabei in der Mitte des Lebens beginnen, auf dem Marktplatz. Dort wo sich das kulturelle Leben unserer Gesellschaft tummelt. Wie sehen die gesellschaftlichen Veränderungen aus und was für Auswirkungen hat dies auf unser Leben und unseren Glauben und unser Heimatgefühl. Angefangen von den globalen Veränderungsprozessen über virtuelle und tatsächliche Netzwerke bis zu unserem Konsumverhalten im Alltag. Danach biegen wir ab in die Kirchgasse, dort spielt sich das theologische Leben ab. Wie beeinflussen die gesellschaftlichen Veränderungen unsere Theologie und umgekehrt. Hilft uns die Theologie eine Heimat zu finden? Und welche Rolle spielt die emerging-church-Bewegung innerhalb der deutschen Kultur? Mit diesen Gedanken geht es weiter und auf den Boulevard unseres Glaubenslebens. Heimatlosigkeit gibt es nicht nur in Bezug auf die Gemeinde, sondern auch in uns selbst. Gerade in den großen Veränderungsprozessen um uns herum kommt es auch in uns zu Entfremdungen. Wie können wir unsere Identität in Gott finden und Beziehungen zu Gott und unter uns Christen gestaltet. Dann geht es weiter auf die Spielstraße, diese liegt bei uns in ganz unterschiedlichen Milieus, denen wir nachgehen wollen. Nach der Einteilung der Sinusmilieustudie werden in der Spielstraße verschiedene Projekte, Jugendarbeiten und Gemeinden vorgestellt, die erfolgreich in ihrem Milieu arbeiten."

Wer noch mehr wissen möchte: Inhaltsverzeichnis, Leseprobe, Vorwort und Einführung

Sonntag, September 20, 2009

"Weltkindertag 2009"


Heute ist Weltkindertag und dies sollte der Anlass sein über die Situation von Kinder in Deutschland nachzudenken. Wenn ich dies tue, dann ist mein erster Gedanke, dass es ist eigentlich ein Skandal ist, dass die Situation von Kindern in Deutschland sich nicht verbessert, sondern stetig verschlechtert. Konkret bedeutet dies, dass Kinderarmut zunimmt, immer mehr Kinder aus dem Bildungssystem fallen und somit kaum eine Zukunft haben und selbst die Zahl an obdachlosen Kindern zunimmt. Erstaunlich ist dabei, dass dies eine Woche vor der Wahl kaum ein Thema für die Parteien ist. Auch in den christlichen Kirchen und Gemeinden spielt die Arbeit mit Kindern (besonders sozial schwachen) keine zentrale Rolle. Obwohl laut Statistik über 80% der Christinnen und Christen vor dem 14. Lebensjahr „zum Glauben gekommen“ sind. Theoretisch müsste also sehr viel Kraft in die Arbeit mit Kindern gesteckt werden. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass in jungen Jahren das Gottesbild und die Glaubenspraxis weitgehend geprägt wird. Man würde sich viele Seelsorgeprozesse in späteren Jahren sparen, wenn die Arbeit mit Kindern eine höhere Priorität in Kirchen und Gemeinden hätte. Dies gilt für die theologische und pädagogische Kompetenz gleichermaßen. Es gibt also nicht nur viel zum Nachdenken, sondern auch zum Tun...

Freitag, September 18, 2009

"Übernachtungsgeburtstag"


Wow – einmal noch die Power von siebenjährigen Kids haben! Heute hat Lilly Geburtstag und feiert mit ihren Freundinnen eine Übernachtungsparty. Schatzsuche, Fackellauf, Flaschendrehen, Hotdog essen, Geschichten, Zickenkrieg, Teller bemalen und Mitternachtsfilm, es war alles dabei was sich Lillys Herz begehrt! Ich bin sehr stolz auf meine Tochter und auch sehr müde...

Montag, September 14, 2009

"Begegnungen in Südafrika"

Die Woche Südafrika ging wieder sehr schnell vorbei und es gab viele schöne und spannende Momente. Die Zusammenarbeit unseres Studienprogramms Gesellschaftstransformation mit der UNISA läuft ausgezeichnet, worüber ich sehr dankbar bin. Freitag in einer Woche dürfen einige meiner Studierenden auch ein bisschen original UNISA Feeling genießen, wenn Prof Kritzinger eine Vorlesung im Fachbereich Missiologie halten wird. Freue mich sehr darauf. Aber es gab neben allen Vorlesungen und Verhandlungen auch wieder viele wertvolle und inspirierende Begegnungen, eine davon war mit Annemie Bosch, der Witwe des großen Missionswissenshaftlers David Bosch. Sie ist eine rüstige und warmherzige Person, die sich auch im Alter von über 70 Jahren engagiert in Politik und Theologie einsetzt. So war der Abend mit ihr voller Emotionen aus aktuellen und vergangenen Geschichten der Boschs. Alte Erlebnisse aus ihrer Zeit in Basel mit Karl Barth, Oscar Cullmann und John H Yoder und neue Begegnungen mit Brian McLaren und anderen. Es war ein beeindruckender Abend mit einer beeindruckenden Frau. Solche Begegnungen geschehen einfach und man nimmt sie dankbar mit.
Jetzt geht es wieder im Alltag weiter, Familie, Unterricht, Vorbereitungen etc.

Montag, September 07, 2009

"Von Zahnlücken, neuen Zahlen und weiten Reisen"


In der letzten Woche gab es wieder viel zu erleben. Lilly hat gleich ihre ersten zwei Zähne verloren. Ein großes Ereignis in ihrem jungen Leben. Endlich gehört sie auch zu den "Zahnlückenkindern". Mit empirica haben wir den Ergebnisbericht der dranStudie 19plus fertig gestellt und ich freue mich schon, wenn die Ergebnisse veröffentlicht werden, es gab für mich doch einige Überraschungen. Dazu später sicher mehr. Jetzt geht es gleich los nach Südafrika, dort werde ich eine Woche an der Universität von Südafrika (Pretoria) sein, um Gespräche zu führen wegen unserem Studienprogramm Gesellschaftstransformation und vielleicht auch noch Freunde zu besuchen.

Montag, August 31, 2009

"Aussortiert - Warum ist es so schwer Menschen mit Behinderungen zu integrieren"

Das neue Semester am mbs hat begonnen, 49 Neue haben heute angefangen und morgen werden 33 Studierende ausgesandt. Spannend. Ein neuer Lebensabschnitt in den verschiedensten Bereichen im sozialpädagogischen, sozial-missionarischen und gemeindepädagogischen Kontext beginnt und sie werden das Reich Gottes auf ganz unterschiedliche Weise bauen. Tolle Leute. Ja, dass muss gesagt werden.

Ein Thema das uns auf der Schule immer wieder im Unterricht beschäftigt und das mich zurzeit auch privat umtreibt, ist das Thema Integration von Behinderten. Ich bekomme gerade mit, wie eine befreundete Familie den Kampf gegen die deutsche Bürokratie kämpft und dabei wie „Verlierer“ aussehen. Sie wollen ihre Kinder (Autismus) auf eine Integrationsschule einschulen, was auch ein logischer und richtiger Schritt ist. Aber das Jugendamt möchte die zusätzlichen Kosten nicht übernehmen. Ein Skandal. Deutschland ist in der Bildungspolitik sowieso nicht in der Spitze dabei, aber was die Integration von Behinderten angeht, sind wir in Europa ganz hinten. Ein trauriges Bild, dabei gilt es EU Recht umzusetzen und in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen heißt es so schön: »Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht behinderter Menschen auf Bildung. Um die Verwirklichung dieses Rechts (…) zu erreichen, gewährleisten sie ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen.“ Aber der Weg von der Theorie in die Praxis ist ein weiter und so müssen viele Familien mit behinderten Kindern nicht nur gegen die Vorurteile vieler Zeitgenossen ankämpfen, sondern auch noch gegen das deutsche Bildungssystem.
Hier wäre eine große Chance für unsere Kirchen und Gemeinden, in denen das Thema Leben mit Behinderungen (Beeinträchtigungen) ebenso kaum eine Rolle spielt, aus dem Schatten der allgemeinen Ignoranz heraus zu treten und positiv voranzugehen. Das ist nicht einfach, aber es fängt vielleicht niederschwellig damit an, die Familien zu besuchen und zu fragen, was sie sich für die Gottesdienste und Kinderstunden wünschen, dass sie dabei sein können. Dies sollten wir tun, bevor sie nicht mehr kommen, denn sie haben nicht auch noch die Kraft um ihren Platz in der Gemeinde zu kämpfen…

In der Zeit sind zwei lesenswerte Artikel dazu, hier und hier!

Montag, August 24, 2009

"Umfrage über Armut"


Das Thema Armut spielt in Deutschland und weltweit eine immer größere Rolle. Was denken Christinnen und Christen zum Thema Armut und Gerechtigkeit? Kommt dieses Thema in ihrem Leben vor? Wie sieht dies in Kirchen und Gemeinden aus? Um diese und andere Fragen geht es in der Studie „Weltblick“.
Du bist herzlich eingeladen mitzumachen und die Umfrage weiterzugeben und zu verlinken. Es gibt auch eine Papierversion, die das Institut Empirica gerne (auch an ganze Gemeinden) kostenfrei verschickt. Hintergrundinformationen über die Studie gibt es hier.

Das Ausfüllen des Onlinefragebogens dauert ca. 10-15 Minuten: www.armutsstudie.de

Freitag, August 21, 2009

"Was prägt uns mehr?"

Am Rande unseres mbs Teamtages hatte ich heute eine interessante Unterhaltung über den Zusammenhang von Theologie und Weltbild (oder wie die Engländer sagen: mindset). Was bestimmt was? Bestimmt unsere Theologie wie wir die Welt sehen? Oder ist es doch eher umgekehrt: Bestimmt unser Weltbild unsere Theologie? Erstes klingt zwar frommer, aber ich glaube, dass es oftmals letzteres ist. Sicher hängt beides miteinander zusammen, aber die eigene Prägung, die Biographie, die subjektive Erkenntnisfähigkeit und die Umwelt sind tief in uns verwurzelt und bestimmen unsere Theologie weitgehend mit. Dann wäre die Reihenfolge: Das Weltbild bestimmt die Hermeneutik und diese die Theologie. Das klingt sehr menschlich und zum Glück gibt es den Heiligen Geist, der uns bei all dem leitet und Erkenntnis schenkt…

Donnerstag, August 13, 2009

"Hatte Georg doch Recht?"

Diese Woche in der Zeit ein guten Artikel über den aktuellen "Sicherheitswahn" und die Folgen von heute. Ilija Trojanow und Juli Zeh gehen der Sache sehr schön auf den Grund. Lesenwert: "Sicherheit total"

Ach, wenn wir schon bei schreibenden Schriftstellerinnen sind, ist dieser Artikel von Ursula März über Koch und den Dalai Lama lesenswert: "Der Tibetfreund"

Mittwoch, August 12, 2009

"The battle goes on!"

Nach dem Elstal mit einem neuem Video geantwortet hat, "schlägt" das mbs jetzt mit "Tanzansage" der 3 Gizzles feat. adrenarline, B.Boy MK and rasen zurück und das nicht schlecht!

Here we go:

Montag, August 10, 2009

"Golf IV Variant zu verkaufen"


Da wir uns ein neues Auto kaufen, geben wir unseren treuen Golf ab. Wir haben ihn die letzten Jahre sehr gerne und ohne Probleme gefahren. Ist ein sehr praktisches Familienauto und wurde auch als solches genutzt. Der Golf ist in einem technisch guten Zustand, allerdings hat er ein paar Kratzspuren im Lack und auch sonst ein paar Gebrauchsspuren. Deshalb würden wir ihn günstig abgeben.

Technische Daten:
Golf IV Variant 1,9 TDI
Erstzulassung: 10/99
90 PS Turbodiesel
193 000 km
Tüv/ASU 8/10
Preis: VHS

Mittwoch, August 05, 2009

"Vater-Tochter-Dialog 34"

Während unseres Urlaubs gab es noch ein kleines extra „Special“. Wir waren eingeladen zu einem Privatkonzert der Glenn Kaiser Band auf dem Dünenhof. Die Band machte dort drei Tage Urlaub während ihrer Europatournee und gab dafür ein Konzert für die Mitarbeiter des Dünenhofteams. Blues Rock der feinsten Art mit einem Glenn Kaiser der wie eh und je rockte, ich fühlte mich gleich 20 Jahre in meine Jugendzeit zurückversetzt wo ich sie einige male (noch als Rez Band) gehört hatte. Für Aimée & Lilly war es (von Daniel Kallauch abgesehen) das erste Livekonzert ihres Lebens (nach der Hälfte sind wir allerdings gegangen) und sie mussten sich als erstes an die Lautstärke gewöhnen, was Lilly wesentlich besser gelang. In der Nachbetrachtung ergab sich dann folgender Dialog:

Vater: Und wie hat es euch gefallen?
Lilly: Cool.
Aimée: Haben die sich die Lieder selbst ausgedacht?
Vater: Ja, die haben sie selbst geschrieben?
Aimée: Ich hab genau gesehen, wie der Sänger das dritte Lied am Besten fand, da hat er sich voll gefreut beim Singen.
Vater: Aha...
Aimée: Und der am Schlagzeug das zweite Lied...
Vater: ???
Aimée: Und dann hat der Sänger mal versucht ein Baby nachzumachen...
Vater: Äh, ja, da hat er etwas geschrien....
Lilly: Sind die berühmt?
Vater: Ja, schon.
Lilly: Berühmter als du?
Vater: (lacht) Ja, definitiv.
Lilly: Mir hat es gefallen.
Vater: War es euch nicht zu laut?
Lilly: (schreit und hüpft herum) Nein, nein, nein...
Aimée: Doch, schon ein bisschen, aber ich fand es cool, wie es im Bauch gewippt hat...

Sonntag, August 02, 2009

"Sommerurlaub 09"


Der Urlaub ist rum. Gestern Abend sind wir von unserem Nordseeurlaub zurückgekommen und wieder glücklich und erholt in Marburg gelandet. Es war ein toller Urlaub. Nach dem wir letztes Jahr von unserem zweiwöchentlichen Urlaub nur einen Tag Sonne hatten, war es diesmal gut durchgemischt und wir konnten Sonne, Strand & Meer genießen. Außerdem gab es Ausflüge, Abenteuer und Aimée hat Schach gelernt und mich mit großer Ausdauer herausgefordert. Daneben blieb auch noch etwas Zeit für ein paar gute Bücher, theologisch ging es diesmal um NT Wright (Justification & Warum Christ sein Sinn macht) und literarisch Zeh (Spieltrieb) und Tesich (Abspann). Jetzt geht es wieder ein bisschen Richtung Alltag, Aimée & Lilly haben eine Woche „Waldabenteuer“ vor sich und Christine & ich werden uns aufs neue Semester vorbereiten.

Samstag, Juli 18, 2009

Studientag mit Shane Claiborne & Chris Haw

Thema: „Jesus for President - Der Traum von einer anderen Welt“
1. November 2009, 10:00h bis 17:00h
Stadthalle in Pohlheim (bei Gießen)
Außerdem dabei: Thorsten Riewesell, Christina Brudereck, Tobias Faix, Bettina Becker, Veit Claasberg und viele mehr.
Eintritt: 15,00/ermäßigt 12,00€
Veranstalter: EC; Marburger Bibelseminar & Brunnen Verlag
Anmeldung unter: seminar@ec-jugend.de oder 0561 4095104
Mehr Infos: www.mbs-akademie.de


Aktuell: Jetzt gibt es auch eine Homepage mit allen Infos!

Donnerstag, Juli 16, 2009

"Marburg - meine Stadt"

Marburg - meine Stadt. Ja, ich lebe gerne in Marburg. Nicht nur weil es eine Perle Hessens ist und eine tolle Wohnqualität hat, historisch bedeutend ist und schon einige wichtige Menschen beherbergt hat (Gebrüder Grimm, Hannah Arendt,Rudolf Bultmann oder Martin Heidegger), nein Marburg bietet auch heute noch eine große Vielfalt und Kreativität an Menschen und Organisationen. Dabei ist besonders die Sozialpolitik der Stadt zu loben, die gerade sozial Schwache und Minderheiten unterstützt (besonders Kids werden gefördert). Das ist lobens- und unterstützenswert.
Jetzt haben einige Studierende des mbs in AV Medien ein Clip über Marburg gedreht, der genauso viel Spaß macht wie die Stadt selbst.